Kurz gesagt
- Am schnellsten findest du die passende Batterie über das Etikett deiner aktuellen Batterie: Die Batteriebezeichnung (YTX9-BS, YTZ10S, YB12AL-A2...) verrät die wichtigsten Angaben.
- Prüfe Maße, Polanordnung und Batteriepole: Die neue Batterie darf nie größer als die Originalbatterie sein, und der Pluspol muss auf derselben Seite liegen.
- Kaltstartstrom (CCA) und Kapazität (Ah) müssen mindestens gleich groß sein. Vergleiche nur Werte nach derselben Norm (EN oder SAE) und bei derselben Entladedauer (10 h oder 20 h).
- AGM ist die vielseitige Wahl. Lithium spart Gewicht und eignet sich für den Sommer, aber nicht für starke Kälte oder für Bleiladegeräte mit Entsulfatierungsfunktion.
- Wenn du eine konventionelle Batterie durch eine AGM-Batterie ersetzt, muss der Laderegler zwischen 14,0 und 14,8 V liefern.
Der Austausch einer Motorradbatterie ist einfach, wenn du die richtige Batteriebezeichnung findest – und ziemlich frustrierend, wenn nicht: Die Kabel reichen nicht, die Abdeckung lässt sich nicht schließen oder das Motorrad springt am ersten kalten Morgen nicht an. Die gute Nachricht: Fast alle Motorradbatterien folgen demselben von Yuasa entwickelten Bezeichnungssystem. Mit dem Etikett deiner Batterie und einem Maßband findest du heraus, welche du brauchst.
In dieser Anleitung erfährst du der Reihe nach, wo du die Batteriebezeichnung findest, wie du sie liest, wie du die Batterie ohne Etikett ausmisst, welche technischen Werte wichtig sind, welche Technologie sich eignet und wie du die Batterie richtig lädst und lagerst, damit sie lange hält.
Wo du die Batteriebezeichnung findest
- Auf dem Etikett deiner aktuellen Batterie. Wenn es sich um die Originalbatterie handelt, ist das die zuverlässigste Quelle. Die Batteriebezeichnung steht vorne oder auf dem Deckel (YTX12-BS, YTZ10S, YB14L-A2, 12N9-4B-1...) und wird fast immer zusammen mit der Kapazität in Ah und der Entladedauer („10HR“ oder „20HR“) sowie dem Startstrom angegeben.
- Im Handbuch deines Motorrads, im Abschnitt zu den technischen Daten oder zur Elektrik, zum Beispiel „YTZ10S, 12 V 8,6 Ah“.
- Im Ersatzteilkatalog des Motorradherstellers (den Mikrofiche-Unterlagen des Händlers).
- Im Batteriefach. Dort kann ein Aufkleber mit dem Batterietyp oder einer Darstellung der Polanordnung angebracht sein.
Fotografiere die Batterie vor dem Ausbau
Fotografiere vor dem Ausbau das Etikett und die Kabelanschlüsse. So hast du die Batteriebezeichnung und die Lage des Pluspols dokumentiert, auch wenn das Etikett beim Herausnehmen beschädigt wird.
Ein Hinweis: Wenn die eingebaute Batterie nicht die Originalbatterie ist, könnte zuvor eine unpassende Batterie montiert worden sein. Yuasa weist in seinem technischen Handbuch darauf hin: Wer die vorhandene Batterie ungeprüft übernimmt, riskiert, denselben Fehler zu wiederholen. Wenn du unsicher bist, vergleiche die Angaben mit dem Handbuch deines Motorrads.
So liest du die Batteriebezeichnung (YTX9-BS, YTZ10S, YB12AL-A2)
Das Yuasa-System ist keine offizielle Norm, wird aber in der gesamten Branche als gemeinsame Bezeichnung verwendet: Andere Hersteller ändern nur den ersten Buchstaben (GTX bei GS, ETX bei Exide, BTX bei BS Battery) und lassen den Rest gleich. So liest du die Bezeichnung:
| Bestandteil | Bedeutung | Beispiel |
|---|---|---|
| Y | Kennbuchstabe der Marke Yuasa (andere Marken verwenden ihren eigenen Buchstaben) | YTX9-BS |
| YTX | Wartungsfreie AGM-Serie | YTX14-BS |
| YTZ | Leistungsstarke AGM: mehr Startleistung bei kompakter Bauform; immer werkseitig aktiviert | YTZ10S |
| YT | Wartungsfreie AGM mit einer anderen Gehäusefamilie | YT12B-BS |
| YB | Leistungsstarke konventionelle Nassbatterie (YuMicron-Serie) | YB9-B |
| 12N / 6N | Konventionelle Standardbatterie; die erste Zahl gibt die Spannung an (12 oder 6 V) | 12N12A-4A-1 |
| Die Zahl | Bei YTX, YTZ und YT steht sie für Größe und Leistung; bei YB, 12N und 6N liegt sie ungefähr bei der Kapazität in Ah | YTX9-BS (8 Ah) |
| L | Umgekehrte Polanordnung: Pluspol rechts | YTX7L-BS |
| H | Mehr Startleistung bei gleicher Gehäusegröße | YTX20HL-BS |
| A, B nach der Zahl | Gehäusevariante: nicht austauschbar | YTX7A-BS ≠ YTX7L-BS |
| -BS | Wird trocken und mit separatem Säurepack verkauft | YTX9**-BS** |
Zwei praktische Hinweise: Erstens bedeutet eine größere Zahl nicht automatisch ein größeres Gehäuse. Eine YTZ10S und eine YTX9-BS sind ähnlich groß, aber nicht dieselbe Batterie. Zweitens gilt: Die Batteriebezeichnung gibt die Produktfamilie an, entscheidend sind aber Maße, Polanordnung und Batteriepole. Auf jeder Produktseite zur Batteriebezeichnung findest du eine Zeichnung mit diesen drei Angaben.
Batteriemaße und Polanordnung prüfen
Wenn das Etikett unleserlich ist oder du sicherstellen möchtest, dass die neue Batterie passt, misst du die alte aus:
- Länge: die längste Seite, wenn du auf die Seite mit dem Etikett blickst.
- Breite: von der Vorderseite bis zur Rückseite.
- Höhe: von der Unterseite bis zum höchsten Punkt, einschließlich der Batteriepole.
- Polanordnung: Halte das Etikett zu dir und die Batteriepole nach oben. Prüfe, auf welcher Seite sich das + befindet.
Als Faustregel gilt: Die neue Batterie darf in keiner Abmessung größer als die Originalbatterie sein. Ein paar Millimeter weniger lassen sich mit einem Schaumstoffstück ausgleichen; ein paar Millimeter mehr können verhindern, dass sich die Sitzbank schließen lässt, oder dazu führen, dass ein Batteriepol Metall berührt. Yuasa gibt die Maße mit einer Toleranz von ±1,6 mm an.
Achte auch auf den Poltyp (AGM-Batterien haben fast immer einen Flachpol mit Schraubanschluss und Vierkantmutter; kleine konventionelle Batterien haben einen Seitenanschluss) und bei konventionellen Batterien darauf, auf welcher Seite der Entlüftungsschlauch austritt. Eine Anleitung findest du unter Motorradbatterie richtig messen.
Die wichtigen technischen Werte
Spannung: 6 oder 12 Volt
Fast alle modernen Motorräder haben ein 12-V-Bordnetz (sechs Zellen mit jeweils etwa 2 V). Ältere Mopeds, einige Vespa-Modelle und klassische Motorräder haben 6 V (drei Zellen). Eine 12-V-Batterie darf niemals dort eingebaut werden, wo eine 6-V-Batterie hingehört – und umgekehrt.
Kapazität (Ah) und Entladedauer
Amperestunden geben an, wie viel Energie die Batterie speichern kann. Der Wert wird zusammen mit einer Entladedauer angegeben: 10HR (C10) oder 20HR (C20). Bei einer Entladung über 20 Stunden fällt der Wert für dieselbe Batterie höher aus: Eine YTX20HL-BS hat bei 10-stündiger Entladung eine Kapazität von 18 Ah und bei 20-stündiger Entladung 18,9 Ah. Vergleiche beim Vergleich verschiedener Marken immer Werte mit derselben Entladedauer. Mehr Ah als bei der Originalbatterie sind kein Problem, sondern bieten zusätzliche Reserve.
Kaltstartstrom (CCA): EN und SAE
Der Kaltstartstrom gibt an, welchen Strom die Batterie bei −18 °C liefert. Zwei Prüfverfahren ergeben für dieselbe Batterie unterschiedliche Werte:
- EN (europäisch): der Strom, den die Batterie 10 Sekunden lang liefern kann, ohne dass die Spannung unter 7,5 V fällt.
- SAE (amerikanisch): der Strom, den die Batterie 30 Sekunden lang liefern kann, ohne dass die Spannung unter 7,2 V fällt.
Die beiden Normen lassen sich nicht direkt miteinander vergleichen: Vergleiche CCA nach EN mit CCA nach EN. Der CCA-Wert der Originalbatterie ist das Minimum. Ein höherer Kaltstartstrom schafft zusätzliche Reserve im Winter und ist besonders bei Motorrädern mit großem Hubraum und hoher Verdichtung hilfreich.
Konventionelle Nassbatterie, AGM, Gel oder Lithium
| Konventionell | AGM | Gel | Lithium (LiFePO4) | |
|---|---|---|---|---|
| Wartung | Füllstand prüfen und mit destilliertem Wasser auffüllen | Keine; niemals öffnen | Keine | Keine |
| Entlüftungsschlauch | Ja | Nein | Nein | Nein |
| Einbaulage | Nur aufrecht | Aufrecht; werkseitig aktivierte Batterien dürfen geneigt werden | Weniger empfindlich | Je nach Hersteller |
| Selbstentladung | Hoch: bei Nichtgebrauch jeden Monat laden | Niedrig: alle 3 Monate laden | Niedrig | Sehr niedrig |
| Bei Kälte | Ausreichend | Sehr gut | Gut | Schlechter: deutlich weniger Startleistung |
| Ladegerät | Für Bleiakkus, höchstens 3 A | Intelligentes Motorrad-Ladegerät | Intelligentes Motorrad-Ladegerät | Spezielles Lithium-Ladegerät |
AGM ist die vielseitige Wahl: Sie muss nicht nachgefüllt werden, verliert im Stand nur wenig Ladung und läuft nicht aus. Damit eignet sie sich ideal für Motorräder, die wochenlang stehen, für Roller, Quads und Wassermotorräder. Viele als „Gel-Batterie“ angebotene Motorradbatterien sind im Inneren AGM-Batterien.
Von konventioneller Nassbatterie auf AGM wechseln
Wenn dein Motorrad bisher eine konventionelle Batterie (YB, 12N) hatte und du eine AGM einbauen möchtest, prüfe, ob der Laderegler zwischen 14,0 und 14,8 V liefert (bei laufendem Motor mit 3000–4000 U/min direkt an den Batteriepolen messen). Einige ältere Motorräder laden mit einer niedrigeren Spannung; dort ist eine konventionelle Batterie die einzige Möglichkeit. Hat dein Motorrad einen Elektrolytstandsensor, ist dieser für konventionelle Batterien vorgesehen und wird mit einer AGM nicht verwendet.
Lithium-Batterien sind deutlich leichter und können monatelang stehen, ohne sich zu entladen. Es gibt jedoch Einschränkungen. Sie eignen sich nicht für Schneemobile oder regelmäßigen Einsatz bei Temperaturen unter null, nicht für Motorräder mit einem Laderegler, der über 15 V lädt, und nicht für Motorräder mit Ruhestromverbrauch (Alarmanlage, GPS), die monatelang ohne Batterieerhaltungsgerät stehen. Auch für klassische Motorräder mit Gleichstromlichtmaschine oder mangelhafter Spannungsregelung sind sie ungeeignet. Verwende sie außerdem nicht, wenn du nur ein Bleiladegerät mit Entsulfatierungsfunktion hast. Unter 0 °C dürfen sie nicht geladen werden, sofern die Batterieelektronik dies nicht steuert. Die Unterschiede erklären wir unter AGM, Gel oder Lithium.
Werkseitig aktiviert oder mit Säurepack
- Werkseitig aktiviert (FA, „einbaufertig“): Die Batterie ist befüllt, versiegelt und geladen. Du kannst sie direkt einbauen. Es empfiehlt sich lediglich, die Spannung zu messen und sie bei weniger als 12,8 V nachzuladen. YTZ-Batterien werden immer so verkauft, ebenso die AGM-Batterien von OUTDO bei Satkit.
- Mit Säurepack (-BS): Die Batterie wird trocken und mit Säure in einem separaten Behälter geliefert. Ungeöffnet ist sie unbegrenzt lagerfähig. Nach dem Öffnen muss sie befüllt, geladen und eingebaut werden.
Wenn deine Batterie mit einem Säurepack geliefert wird, gehst du so vor:
- Arbeite außerhalb des Motorrads auf einer ebenen Fläche an einem gut belüfteten Ort und trage Schutzbrille und Handschuhe. Die Batterie darf niemals eingebaut aktiviert oder geladen werden.
- Verwende ausschließlich die mit der Batterie gelieferte Säure: Sie ist stärker konzentriert als die Säure einer konventionellen Batterie.
- Prüfe, ob die Aluminiumversiegelung intakt ist, und entferne sie.
- Nimm die Verschlussleiste vom Behälter ab und bewahre sie auf: Sie ist der endgültige Verschluss.
- Stelle den Behälter senkrecht über die sechs Öffnungen und drücke ihn nach unten, bis die Versiegelungen brechen. Dabei nicht kippen oder zusammendrücken.
- Lass den Behälter vollständig leerlaufen (etwa 30 Minuten bei Batterien mit 3 bis 12 Ah und 60 Minuten bei mehr als 12 Ah) und lass die Batterie anschließend 2 Stunden ruhen.
- Die Erstladung ist zwingend erforderlich: Direkt nach dem Befüllen ist die Batterie zu 75–80 % geladen. Verwende ein intelligentes Ladegerät oder lade sie mit dem auf dem Etikett angegebenen Strom (Ah geteilt durch 10, höchstens 3 A).
- Schalte das Ladegerät aus, bevor du die Klemmen abnimmst.
- Drücke die Verschlussleiste mit beiden Händen ein. Verwende keinen Hammer. Die Batterie darf danach nicht wieder geöffnet und kein Wasser nachgefüllt werden.
- Warte eine Stunde, miss die Spannung und baue die Batterie ein. Schließe zuerst den Pluspol an.
So lädst du die Batterie
- Verwende ein intelligentes Motorrad-Ladegerät mit höchstens 3 A. Kfz-Ladegeräte mit hoher Stromstärke können kleine Batterien beschädigen.
- Empfohlener Ladestrom: Ah geteilt durch 10 (bei einer Batterie mit 12 Ah also 1,2 A).
- Ein intelligentes Ladegerät kann dauerhaft an eine AGM-Batterie angeschlossen bleiben; ungeregelte Erhaltungsladegeräte nicht.
- Sinkt die Spannung unter 11,5 V, ist die Batterie stark entladen und benötigt ein Ladegerät mit Wiederherstellungsmodus. Steigt die Spannung nach 30 Minuten Laden nicht an, muss die Batterie ersetzt werden.
- Prüfe das Ladesystem: Bei laufendem Motor mit 3000–4000 U/min müssen an den Batteriepolen zwischen 13,0 und 14,5 V anliegen. Bleibt die Spannung auf dem Ruhespannungswert, sind Laderegler oder Lichtmaschine defekt. Dann entlädt sich auch eine neue Batterie wieder.
Kurze Fahrten unter 25–30 km reichen nicht aus, um die Batterie vollständig nachzuladen. Auch ein Ruhestromverbrauch kann sie entleeren: Bei 7 mA dauert es etwa 60 Tage, bis die Ladung auf die Hälfte gesunken ist; bei 30 mA nur 14 Tage. Mehr dazu unter Motorradbatterie laden und lagern.
Motorrad über den Winter einlagern
- Lade die Batterie vollständig, bevor du das Motorrad einlagerst.
- Lass ein intelligentes Batterieerhaltungsgerät angeschlossen oder klemme den Minuspol ab (oder baue die Batterie aus).
- Wenn du kein Batterieerhaltungsgerät hast, miss die Spannung jeden Monat. Liegt sie unter 12,4 V, musst du laden. Lade die Batterie unabhängig davon alle 3 Monate.
Ein kühler Ort ist besser als ein warmer: Bei 10 °C sinkt die Spannung um etwa 0,1 V pro Monat. Mit jeder weiteren Temperaturerhöhung um 10 °C verdoppelt sich der Spannungsverlust. Achte auch auf Frost: Eine geladene Batterie friert nicht ein, eine entladene kann jedoch nahe 0 °C einfrieren und reißen.
Ruhespannung mit dem Multimeter messen
Miss die Ruhespannung: Lass die Batterie nach dem Laden eine Stunde unbenutzt stehen (oder schalte 3 Minuten die Zündung ein und warte anschließend 10 Minuten), damit sich die Oberflächenladung abbaut.
| Ladezustand | AGM (YTX, YTZ) | Konventionell (YB, 12N) |
|---|---|---|
| 100 % | 12,8–13,0 V | 12,6 V |
| 75 % | 12,5–12,8 V | 12,4 V |
| 50 % | — | 12,1 V |
| 25 % | — | 11,9 V |
| Entladen | Unter 11,8 V | Unter 11,8 V |
Drei Richtwerte solltest du dir merken: unter 12,4 V: sofort laden; unter 11,5 V: tiefentladen; bei laufendem Motor: 13,0–14,5 V ist der richtige Bereich. Bei einer Lithium-Batterie gilt diese Tabelle nicht: Ihre Ruhespannung sollte mindestens 13,0 V betragen.
Woran du eine defekte Motorradbatterie erkennst
Typische Anzeichen: Der Anlasser dreht langsam oder klickt nur; die Instrumente flackern oder setzen beim Starten zurück; die Batterie muss häufig geladen werden; das Gehäuse ist aufgebläht, verformt oder undicht; die Batterie wird beim Laden heiß oder an den Polen bildet sich Sulfat.
Der entscheidende Test: Lade die Batterie vollständig, lass sie ruhen und schließe ein Multimeter an, während du den Anlasser betätigst. Fällt die Spannung unter 9,5 V, muss die Batterie ersetzt werden. Mehr dazu unter So erkennst du, ob deine Motorradbatterie defekt ist.
Wann eine andere Batteriebezeichnung passt
Eine Batterie mit einer anderen Bezeichnung passt, wenn sie diese fünf Prüfungen besteht:
- Maße: In allen drei Abmessungen gleich groß oder kleiner. Niemals größer.
- Polanordnung: Der Pluspol befindet sich auf derselben Seite.
- Batteriepole: Gleicher Typ und gleiche Position (bei einer konventionellen Batterie muss auch der Entlüftungsschlauch auf derselben Seite sitzen).
- Technische Werte: Gleiche Spannung sowie ein mindestens gleich hoher Kaltstartstrom und eine mindestens gleich große Kapazität in Ah, verglichen nach derselben Norm und Entladedauer.
- Technologie: Mit dem Ladesystem kompatibel (eine konventionelle Batterie darf nur dann durch eine AGM ersetzt werden, wenn der Laderegler 14,0 bis 14,8 V liefert).
Ein häufiger Fall: gleiches Gehäuse, mehr Startleistung. Die YTX20HL-BS passt in denselben Einbauraum wie die YTX20L-BS und liefert mehr Strom. Ein typischer Fehler ist gleiches Gehäuse, aber umgekehrte Polanordnung: YTX14-BS und YTX14L-BS haben dieselben Maße, doch die Kabel reichen nicht – oder werden im schlimmsten Fall falsch herum angeschlossen.
Welche Batterie zu welchem Fahrzeug passt
| Fahrzeug | Anforderungen | Empfehlung |
|---|---|---|
| Straßenmotorrad | Startleistung passend zum Hubraum; moderne Sportmotorräder haben kompakte Batteriefächer | AGM; YTZ, wenn das die Originalbatterie ist |
| Roller und Moped | Lange Standzeiten und kurze Fahrten | Versiegelte AGM wegen ihrer geringen Selbstentladung |
| Klassisches Motorrad | Älterer Laderegler, manchmal 6 V | Konventionelle Batterie; AGM nur bei einer Ladespannung von 14,0 bis 14,8 V |
| Quad | Vibrationen, Schlamm und mögliche Überschläge | Werkseitig aktivierte AGM: läuft nicht aus und darf geneigt werden |
| Wassermotorrad | Feuchtigkeit, Salzwasser und monatelange Standzeiten | Versiegelte AGM und Korrosionsschutz an den Batteriepolen |
| Schneemobil | Starten bei Temperaturen unter null | Kaltstartstrom hat Vorrang; Batterie geladen halten und kein Lithium verwenden |
| Rasenmäher oder Gartentraktor | Saisonaler Einsatz, geringe Anforderungen an die Startleistung | Konventionelle Batterie oder AGM; vor Saisonbeginn laden |
Häufige Fehler
- Batterie mit umgekehrter Polanordnung kaufen (YTX14-BS statt YTX14L-BS): Die Kabel reichen nicht oder werden falsch herum angeschlossen. Sicherungen, Laderegler oder Steuergerät können dadurch beschädigt werden.
- Bei der Höhe danebenliegen: Länge und Breite passen, aber die Batterie stößt an die Sitzbank oder ein Batteriepol berührt Metall.
- Batterie mit geringerem Kaltstartstrom als das Original einbauen: Im Sommer springt das Motorrad an, im Winter lässt es dich stehen.
- CCA nach SAE mit CCA nach EN vergleichen oder Ah bei 20-stündiger mit Ah bei 10-stündiger Entladung vergleichen.
- Die Erstladung einer -BS-Batterie auslassen oder sie mit Wasser beziehungsweise der Säure einer anderen Batterie befüllen.
- Die Verschlüsse einer AGM-Batterie entfernen, um sie „nachzufüllen“.
- Die Batterie mit einem Kfz-Ladegerät mit 10 A laden.
- Eine AGM in ein Motorrad mit niedriger Ladespannung einbauen (klassische Motorräder).
- Ein Ladegerät mit Entsulfatierungsfunktion für eine Lithium-Batterie verwenden oder eine Lithium-Batterie monatelang bei Ruhestromverbrauch angeschlossen lassen.
- Die Batterie ersetzen, ohne den Laderegler zu prüfen: Die neue Batterie wird dasselbe Schicksal erleiden.
- Eine -BS-Batterie oder konventionelle Batterie liegend einbauen.
- Die Entlüftung einer konventionellen Batterie verschließen oder den roten Verschluss nicht entfernen.
Entsorgung und Recycling
Eine Motorradbatterie ist nach der EU-Verordnung 2023/1542, die die frühere Batterierichtlinie ersetzt hat, eine Starterbatterie (SLI). Sie gehört niemals in den Hausmüll: Gib sie in einer Verkaufsstelle, einer Werkstatt oder auf einem Wertstoffhof ab. Verkaufsstellen, die Starterbatterien verkaufen, müssen gebrauchte Batterien dieser Art kostenlos zurücknehmen. Auf dem Etikett befinden sich das Symbol der durchgestrichenen Mülltonne und das Pb-Symbol für Blei.
Häufig gestellte Fragen
Kann ich eine Batterie mit mehr Ah als die Originalbatterie einbauen?
Ja, wenn Maße, Polanordnung und Batteriepole übereinstimmen. Eine höhere Kapazität bietet einfach mehr Reserve – sowohl beim Starten als auch bei längeren Standzeiten.
Und eine Batterie mit höherem Kaltstartstrom?
Auch das ist möglich, sofern die gleichen Voraussetzungen erfüllt sind. Ein höherer Startstrom ist eine zusätzliche Reserve im Winter; das Motorrad nimmt nur den Strom auf, den es benötigt.
Was bedeutet -BS bei einer Motorradbatterie?
Die Batterie wird trocken und mit separatem Säurepack geliefert. Vor dem Einbau muss sie befüllt und zunächst geladen werden.
Muss ich eine neue, werkseitig aktivierte Batterie laden?
Das ist nicht zwingend erforderlich. Miss die Spannung: Bei mindestens 12,8 V kannst du die Batterie direkt einbauen. Liegt der Wert darunter, lade sie mit einem Motorrad-Ladegerät nach.
Wie lange dauert das Laden?
Das hängt davon ab, wie stark die Batterie entladen ist und mit welchem Ladestrom geladen wird. Als Richtwert gibt Yuasa etwa 8 Stunden an, um eine YTX14 mit einem 1-A-Ladegerät von 50 auf 100 % zu laden.
Kann ich eine Autobatterie im Motorrad verwenden?
Nein. Sie passt nicht hinein, Ladestrom und Bauweise sind nicht auf ein Motorrad ausgelegt, und sie ist nicht für die Vibrationen eines Motorrads konzipiert.
Kann ich eine Batterie liegend einbauen?
Nur wenn sie werkseitig aktiviert und auslaufsicher ist, zum Beispiel eine versiegelte AGM. Eine konventionelle Batterie oder eine -BS-Batterie muss immer aufrecht eingebaut werden.
Satkit-Batterie

OUTDO UTX9-BS
12-V-Batterie mit 9 Ah und 135 A Kaltstartstrom als Ersatz für die YTX9-BS. Werkseitig aktiviert und geladen, sofort einbaufertig. Pluspol links.
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Preise inkl. MwSt., geprüft am 7. Oktober 2026; Änderungen vorbehalten.

OUTDO HCZ10S-MF
12-V-Batterie mit 9 Ah und 170 A Kaltstartstrom als Ersatz für die YTZ10S. Werkseitig aktiviert und geladen, sofort einbaufertig. Pluspol links.
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Preise inkl. MwSt., geprüft am 7. Oktober 2026; Änderungen vorbehalten.

OUTDO UTX7L-BS
12-V-Batterie mit 7 Ah und 75 A Kaltstartstrom als Ersatz für die YTX7L-BS. Werkseitig aktiviert und geladen, sofort einbaufertig. Pluspol rechts.
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Preise inkl. MwSt., geprüft am 7. Oktober 2026; Änderungen vorbehalten.

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Preise inkl. MwSt., geprüft am 7. Oktober 2026; Änderungen vorbehalten.
Quellen
- Yuasa, technisches Handbuch für Motorrad- und Freizeitfahrzeugbatterien (auf Englisch)
- GS Yuasa, Inbetriebnahme und Pflege von Motorradbatterien (auf Englisch)
- Shorai, Handbuch für LFX-Lithium-Batterien (auf Englisch)
- Battery University, Laden bei hohen und niedrigen Temperaturen (auf Englisch)
- Verordnung (EU) 2023/1542 über Batterien und Altbatterien


