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Motoröl selbst wechseln und über 100 EUR sparen (Schritt-für-Schritt-Anleitung)
Motorräder & Fahrzeuge

Motoröl selbst wechseln und über 100 EUR sparen (Schritt-für-Schritt-Anleitung)

Beim Ölwechsel ist das Verhältnis zwischen dem, was du in der Werkstatt bezahlst, und dem, was es wirklich kostet, besonders schief. Schnell werden dir über 100 EUR berechnet – für eine Aufgabe, die du selbst an einem Vormittag erledigen kannst, mit dem gleichen oder sogar besserem Öl. Ein gutes Syntheseöl 5W30 oder 5W40 und ein passender Filter für dein Auto kosten zusammen unter 40 EUR, oft in besserer Qualität als das Generikum, das die nächste Schnellwerkstatt verwendet.

Und das Beste: Es ist der perfekte Einstieg in die Autowartung. Kein großes Geheimnis dahinter – beim ersten Mal ist es zugegebenermaßen etwas ungewohnt, sich unters Auto zu legen, aber beim zweiten Mal läuft es wie geschmiert. Die genauen Angaben für dein Modell (Ölsorte, Füllmenge, Anzugsmoment und Filterreferenz) findest du im Netz – schau das vorher nach. Die einzigen zwei Dinge, die wir nicht verkaufen, sind ausgerechnet das Öl und der Filter – die kaufst du passend für dein Auto; alles andere, das Werkzeug, findest du bei uns.

Was du für den Ölwechsel brauchst

Schritt für Schritt (klassische Methode: Auto anheben)

  1. Motor warm – aber nicht kochend heiß. Lauwarmes Öl fließt besser ab; wenn es brennend heiß ist, erst etwas abwarten. Auto auf ebenem Untergrund, Handbremse angezogen.
  2. Auto anheben und sichern. An der vorgesehenen Aufnahme mit dem Wagenheber anheben, dann die Unterstellböcke positionieren und das Auto darauf absenken. Niemals unter einem Auto arbeiten, das nur vom Wagenheber gehalten wird – der Wagenheber hebt an, die Böcke sichern. (Mit Auffahrrampen sparst du dir den Wagenheber.)
  3. Öl ablassen. Ablassschraube der Ölwanne lokalisieren, Auffangwanne darunter stellen, mit dem passenden Steckschlüssel lösen und das Öl vollständig ablaufen lassen (Achtung: kann heiß sein).
  4. Ölfilter wechseln. Mit dem Ölfilter-Schlüssel den alten Filter herausdrehen (es läuft noch etwas Öl nach). Bevor du den neuen aufsetzt, den Gummidichtring dünn mit frischem Öl einreiben – der Schritt, den die meisten überspringen, der aber Undichtigkeiten verhindert und dafür sorgt, dass der Filter beim nächsten Mal nicht festgebacken ist. Nur mit der Hand anziehen, nie mit dem Schlüssel.
  5. Ölwanne verschließen. Ablassschraube – am besten eine Magnetschraube – mit neuer Dichtscheibe eindrehen und mit dem vorgeschriebenen Anzugsmoment festziehen (nicht übertreiben, sonst beschädigst du das Gewinde; falls es schon ausgerissen ist, gibt es Gewinde-Reparatur-Sets).
  6. Neues Öl einfüllen. Mit dem Einfülltrichter die für dein Fahrzeug angegebene Menge einfüllen, in Schritten, und den Stand am Peilstab prüfen.
  7. Motor starten und kontrollieren. Motor eine Minute im Leerlauf laufen lassen, abstellen, auf Undichtigkeiten an Ablassschraube und Filter prüfen, zwei Minuten warten und den Ölstand nochmals abnehmen.
  8. Service-Reset durchführen. Viele Autos zünden nach dem Ölwechsel die Wartungslampe. Um sie zu löschen – und gleich eine vollständige Fahrzeugdiagnose zu haben –, empfehlen wir den Konnwei KDIAG Scanner: kompatibel mit über 31 Marken, Fahrzeug auswählen, Service zurücksetzen und gleichzeitig alle Fehlercodes auslesen. Wer ausschließlich Fahrzeuge des VAG-Konzerns fährt (VW, Audi, Seat, Skoda), kommt auch mit dem günstigen Reset-Werkzeug gut aus – es nutzt die OBD2-/OBD-Schnittstelle.
  9. Altöl recyceln. Altöl ist hochgradig umweltschädlich: zum Wertstoffhof bringen oder einer Werkstatt überlassen, die es entsorgt. Niemals in den Abfluss oder den Hausmüll.

Alternative: Ölwechsel OHNE das Auto anzuheben

Wenn du das Auto nicht anheben kannst oder möchtest, geht es auch anders: Öl von oben absaugen, indem ein Schlauch durch das Peilstab-Rohr eingeführt wird. Es gibt die elektrische 12 V-Variante (an die Batterie anschließen, pumpt selbstständig), die manuelle 9 L-Variante (Vakuum erzeugen, saugt von selbst – ideal auch für Boote, wo das Öl oft nur so abgelassen werden kann) oder eine einfache Absaugspritze für kleine Mengen. Den Filter musst du trotzdem wechseln – manchmal ist er auch von oben zugänglich.

Warum eine Magnetablassschraube?

Im laufenden Betrieb entstehen im Motor kleine Metallspäne. Eine Magnetablassschraube zieht diese Partikel an und hält sie fest, anstatt sie durchs Triebwerk zirkulieren zu lassen. Beim nächsten Ölwechsel reinigst du die Schraube – und siehst dabei gleich, wie viel Abrieb der Motor produziert hat (ein gutes Indiz für seinen Zustand). Kostet kaum etwas und ist sehr empfehlenswert, besonders bei bestimmten Autos und Motorrädern. Achte auf das genaue Gewinde deiner Ölwanne – wir haben die komplette Palette von M12 bis M20.

Fazit: Du sparst ab dem ersten Wechsel

Den Ölwechsel selbst zu machen spart Geld vom ersten Tag an – wer mehrere Fahrzeuge hat, merkt das noch deutlicher. Außerdem ist es der perfekte Einstieg, um die Scheu vor der Arbeit am eigenen Auto zu verlieren und nach und nach weitere Wartungsarbeiten selbst zu übernehmen. Bei SatKit findest du alles, was du brauchst – Wagenheber, Unterstellböcke, Auffahrrampen, Auffangwannen, Absaugpumpen, Ölfilter-Schlüssel, Magnetablassschrauben, Einfülltrichter und Steckschlüssel-Sets – nur Öl und Filter nicht. Schau dir unsere Werkstatt-Werkzeug-Kategorie an und mach deinen nächsten Ölwechsel einfach selbst.

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